Was versteht man unter Ballaststoffen?
Der Begriff Ballast ruft unweigerlich die Assoziation zu einer schweren und überflüssigen Last ins Gedächtnis. Genau so wurden lange Zeit auch die Ballaststoffe durch die Wissenschaft betrachtet. Ballaststoffe besitzen keinen Nährwert und gelten als unverdaulich. Aber warum wird uns dennoch empfohlen eine tägliche Dosis von 30 bis 35 Gramm an Ballaststoffen zu uns zu nehmen?
Darüber geben ausführliche medizinische Studien unserer Gegenwart Aufschluss. Kohlenhydratreiche Kost, wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, aber auch Obst und Gemüse bestehen aus diesen ominösen Ballaststoffen und bewirken erstaunliches in unserem Körper. Noch sofort während des Kauprozesses im Mund stellt sich die erste positive Wirkung dieser Stoffe heraus. Denken wir an eine Scheibe Vollkornbrot, durch ihre körnige Konsistenz wird ein intensiveres Kauen notwendig und durch dieses wiederum steigert sich der Speichelfluss welcher in seiner Eigenschaft Karies hemmend ist. Neben dem Effekt des Kaumuskeltrainings beginnt auch der Verdauungsprozess früher einzusetzen, als bei Nahrungsmitteln welche eine kürzere Zeit im Mund verweilen. Sehr positiv ist ebenfalls hervorzuheben, dass im Magen angekommen, eine sofortige Quellwirkung einsetzt. Die Ballaststoffe nehmen Flüssigkeit auf und vergrößern ihr Volumen. Bereits bei einer geringen Menge Nahrung tritt früher ein Sättigungsgefühl ein, man isst weniger und kann auf diese Weise einige Kalorien sparen. Man ordnet diese Art der Ballaststoffe der Kategorie wasserlöslich zu. Die wasserunlöslichen Ballaststoffe hingegen binden Nahrungsfette wie Cholesterin an sich und sorgen für ein unverdautes Ausscheiden dieser Stoffwechselprodukte. Besonders Diabetikern hilft dieser Prozess ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten.
Ballaststoffe sind keineswegs eine Last für den Körper sondern verhelfen zur aktiven Gesunderhaltung des menschlichen Organismus. Durch die Anbindung der Schlackenstoffe und deren unverdauter Ausscheidung können Ballaststoffe auch vorbeugend gegen Krebserkrankungen im Magen- Darmbereich wirken und sollten schon deshalb einen regelmäßigen Platz auf unserem Speiseplan finden.









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