Export und Import im verarbeitenden Gewerbe
Export und Import sind aus dem heutigen Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Deutschlands Wirtschaft exportiert nach wie vor deutlich mehr Güter wie entgegengesetzt importiert werden. Die Meldungen sind von den Betrieben monatlich an das Statistische Bundesamt abzugeben. Die Wertgrenze der Meldepflicht liegt bei 400.000 Euro für Ausfuhr- oder Einfuhrwerte. Unternehmen die diese Grenze im Vorjahr nicht überschritten haben, sind von der Meldung befreit. Überschreitet ein Unternehmen diese Grenze im laufenden Jahr, ist es ab dem Monat der Überschreitung meldepflichtig.
Intrastat Meldung
In der Intrastat Meldung wird der tatsächliche Warenverkehr zwischen den Staaten der Europäischen Union erfasst. In Deutschland ist die zentrale Meldestelle das Statistische Bundesamt. In allen EU-Staaten ist die Abgabe der Meldungen Pflicht. Vor dem vollendeten Europäischen Binnenmarkt wurden diese Daten bei der Zollabwicklung erfasst. Durch die Liberalisierung und Öffnung der Handelsgrenzen innerhalb der EU wurde die Einführung der Intrastat Meldung notwendig. Diese Angaben sind wichtig zur Erfassung und Beantwortung von Fragen im Zusammenhang mit Handelspolitik, Entwicklungspolitik und Wirtschaftsindizes.
2010 war Deutschland neben China, Russland, Saudi-Arabien und Japan eines der Länder mit das den größten Handelsbilanzüberschuss hat. Eine negative Handelsbilanz bestand in Großbritannien, Frankreich, Indien, Türkei und USA.
Entwicklung
Die Entwicklung des Welthandels ist ein Indikator für die zunehmende Globalisierung. Die Zunahme des Welthandels nahm von 2000 bis 2007 durchschnittlich um 5,5 Prozent zu, parallel wuchs dagegen die gesamte Weltwirtschaft nur um durchschnittlich 3,0 Prozent. 2008 begann sich die Finanzkrise, die 2007 in den Vereinigten Staaten als Immobilienkrise begann, immer mehr auf die Wirtschaft auszuwirken. Nach Auswertung der Intrastat Meldung sank das reale Wirtschaftswachstum Weltweit von 2007 noch 6,5 Prozent auf 2009 -12,0 Prozent. Besonders betroffen von dieser Entwicklung war die Automobilindustrie und in der Folge auch die Zulieferbetriebe bis hin zur Blechbearbeitung.
2010 erholte sich die Wirtschaft stetig von dem Einbruch während der Finanzkrise. Ein leichter Anstieg des realen Wirtschaftswachstums ließ sich verzeichnen und mit positiver Tendenz ging die Wirtschaft in das Jahr 2011, das vor allem in der Automobilindustrie, deren Zulieferbetriebe und die Blechbearbeitung einen deutlichen Aufschwung spürt. Mitte 2011 verzeichnet das Statistische Bundesamt ein reales Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ca. 8 %. Die Auftragseingangsstatistik ist noch höher, vor allem im Wirtschaftszweig “sonstiger Fahrzeugbau” (Schiffe, Wagonbau, Flugzeuge, Blechbearbeitung) ist ein überdurchschnittlicher Anstieg mit Großaufträgen registriert.








