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Die Geschichte des Blues

4 January 2009 No Comment

blues

Die Wurzeln des Blues führen bis hin zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert zurück. Seinen Ursprung fand der Blues in einigen südlichen und afroamerikanischen Teilen der Vereinigten Staaten. In dessen Anfängen war er eine Gesangsformen schwarzer Sklaven, welche gezwungen waren in Bergwerken, auf Feldern oder Baumwollplantagen zu arbeiten. Da der Blues sehr gleichförmige Rhythmen in sich trägt, sangen die Sklaven den Blues um sich von ihrer meist sehr monotonen Arbeit abzulenken. Diese Blueslieder der Sklaven waren vorwiegend in der Ich-Form verfasst und handelten von dem ungerechten Leben der Sklaven und deren Leiden.

Obwohl die Sklaverei nach und nach abgeschafft wurde, blieb der Blues den Menschen dennoch in Erinnerung. Zu Beginn des 20. Jahrhundert entwickelte sich als Standardform die sogenannte Bluesformel und der Blues wurde zu einer beliebten Unterhaltungsmusik der Afroamerikaner, welche desgleichen auf öffentlichen Veranstaltungen gespielt wurde.

Zunächst war der Blues eher von männlichen Interpreten dominiert. Ausnahmen war zum Beispiel die Blues Sängerin Bessie Smith. Einige afroamerikanische Frauen sangen den Blues aber ebenso in den Gefängnissen der Südstaaten. Zu den Bekannten Interpreten des Blues zählen Ma Rainey oder T-Bone Walker und Louis Jordan. Den Blues populär machte dabei um 1913 der Komponist W.C. Handy. Diese Popularität wurde durch die Veröffentlichung des “Memphis Blues” um 1912 und des “St. Louis Blues” um 1914 wiederholt verstärkt. Folglich hatte der Blues keine unrelevante Auswirkung auf den nachfolgenden Jazz.

Die meisten Sänger spielten ihre Blues Lieder selbst ohne eine große Band oder etwas vergleichbarem. Sie musizierten größtenteils mit einer Gitarre oder einer Mundharmonika. Um das Jahr 1920 fand die Kommerzialisierung des Blues statt und Blues Sänger nahmen deren Songs auf Schallplatten auf. In den Jahren 1927-1929 lösten diese Platten einen regelrechten “Blues-Boom” aus. Dennoch bestand das Hauptpublikum weiterhin aus Afroamerikanern, da sich die weiße Bevölkerung mit dem Blues nicht richtig anfreunden konnte.

Die Weltwirtschaftskrise riss ein Loch in die Geschichte des Blues. 1929 kam der Blues in ein Tief, welches bis 1933 anhielt. Doch auch nach der Weltwirtschaftskrise war der ursprüngliche Blues nicht mehr so populär wie er einmal war. Die Menschen verspürten kein Interesse mehr an den Musikern, welche einst mit ihrer Mundharmonika oder Gitarre spielten und selbst dazu ihre Blues Lieder sangen. Diese Zeit war vorbei. Viel mehr kamen nun Blues Bands in Mode wie das Golden Gate Quartet oder die Blues Company. Es gelang dem Blues dennoch in Chicago ein neues Hoch zu finden, wo viele dieser Blues Bands ihren Ursprung hatten und musizierten.

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